Erstmals Auszeichnung „Meister-Dank“ verliehen

 Nr.335/16  | 03.08.2016  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

Erstmals ist am 03. August 2016 die Auszeichnung „Meister-Dank“ überreicht worden. Das Wirtschaftsministerium hatte den Preis ausgelobt, um besondere Leistungen aus Industrie und Handwerk zu würdigen. „Wir zeichnen Meister-Persönlichkeiten aus, die mit ihren Ideen, Erfolgen, beispielhaften Konzepten und erfolgreichen Unternehmensentwicklungen auch Anderen Mut für unternehmerisches Engagement machen und Anreize geben zur Gründung der eigenen Selbstständigkeit. Diesem außerordentlichen Engagement gilt unser Dank“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe bei der Preisübergabe.

Preisverleihung in vier Kategorien: „Traditionshandwerk“, „Familienfreundlichkeit“, „Innovation“ sowie „Sonderpreis Ausbildung und Nachwuchsförderung“

Der „Meister-Dank“ wurde in den Kategorien „Traditionshandwerk“, „Familienfreundlichkeit“ und „Innovation“ vergeben. Zusätzlich war ein Sonderpreis ausgeschrieben. Mit der Auszeichnung ist in jeder der vier Kategorien ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro verbunden. Die Auswahl der Preisträger erfolgte über eine Jury, die aus Vertretern der Landesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften, der drei Industrie- und Handelskammern des Landes, der zwei Handwerkskammern aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus bestand. „Wir wollen mit der Preisvergabe auch hervorheben, dass der Meisterbrief für Qualität, gute Ausbildung junger Menschen und betriebswirtschaftliche Stabilität steht“, sagte Glawe.

Die Preisträger

Die Auszeichnung im Bereich „Traditionelles Handwerk“ ging an den Korbmachermeister Ralf Eggert aus Woserin (Gemeinde Borkow, Landkreis Ludwigslust-Parchim). Nach einem Studium an der TU Dresden und einer Ausbildung zum Korbmacher hat er 1991 die Meisterprüfung als Korbmacher abgelegt. Seit 2005 ist er als Korbmachermeister selbstständig und produziert unter anderem Gebrauchskörbe, Möbel, Lampen, Zäune und Kunstobjekte. Rund 85 Prozent des Materialbedarfes an Weiden deckt der Handwerksmeister über eine eigene Weidenkultur ab. „Ralf Eggert engagiert sich sehr stark für das traditionelle Korbmacherhandwerk und gibt sein wertvolles Wissen allen Interessierten in Flechtkursen weiter“, sagte Glawe.

Für den Bereich „Familienfreundlichkeit“ erhielt Bäckermeister Jörg Reichau aus Grambin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) den „Meister-Dank“. Die Bäckerei Reichau ist seit 1888 in dritter Generation als Familienbetrieb am Markt und beschäftigt rund 30 Mitarbeiter. Das besondere Kennzeichen des Unternehmens ist, dass Betriebsabläufe in der Backstube, dem Verkaufsraum, dem Café und den Verkaufswagen bestmöglich an die individuellen Arbeitszeiten der Mitarbeiter angepasst werden. „Die Vereinbarung von Familie und Beruf ist ein wichtiges Element für die Zufriedenheit und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Die Bäckerei Reichau geht da mit gutem Beispiel voran“, sagte Glawe.

Bäckermeister Klaus Tilsen aus Wismar erhielt im Bereich „Innovationen“ die Auszeichnung. Das Unternehmen hat 37 Mitarbeiter und bildet kontinuierlich aus. Seit 1990 haben 67 junge Menschen ihre Lehrzeit in der Bäckerei verbracht. „Die Bäckerei Tilsen schafft die Verbindung von traditioneller, wertvoller Handwerkskunst mit energiesparender Technik. Die Backstube in der Wismarer Altstadt ist unter anderem mit einem System der Wärmerückgewinnung ausgestattet“, sagte Glawe.

Einen Sonderpreis erhielt der Industriemeister Elektrotechnik Mirko Gaitzsch von der EGGER Holzwerkstoffe Wismar GmbH & Co. KG. Er ist der Initiator der unternehmenseigenen Lehrwerkstatt, die auf hohem technischen Niveau eingerichtet wurde und gleichzeitig als Prüfungsbasis der Industrie- und Handelskammer dient. „Mirko Gaitzsch engagiert sich außerordentlich für die Ausbildung und die Nachwuchsförderung im Unternehmen. Gleichzeitig ist er ehrenamtlicher Prüfer bei der Industrie- und Handelskammer. Die Förderung junger Menschen ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung“, sagte Glawe.

©Handwerkskammer Schwerin

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