Immer online, aber sozial engagiert – Jeder zweite Jugendliche ist ehrenamtlich aktiv

Jugendliche  in  Deutschland  sind  nach  eigener  Einschätzung  an  einem durchschnittlichen Wochentag 192 Minuten online. Kommunikation, Unterhaltung, Information und das Spielen im Netz nehmen damit etwas mehr Zeit im  Alltag der Zwölf- bis 19-Jährigen ein als noch  vor  einem  Jahr  (179  Minuten).  Bei  mehr  als  drei  Stunden  Online-Aktivität  kommt  Engagement  im  echten  Leben  keineswegs  zu  kurz:  Jeder  zweite  Jugendliche  engagiert  sich  ehrenamtlich. Dabei werden durchschnittlich 1,5 Ehrenämter, also freiwillige Tätigkeiten in Vereinen, Gruppen oder Institutionen ausgeübt, für die die Jugendlichen keine oder nur geringe Bezahlung erhalten.  Knapp  ein  Viertel  betätigt  sich  in  einem  Sport verein  beispielsweise  als  Trainer,  17  Prozent
übernehmen Ehrenämter als Streitschlichter, Tutor oder Mentor in der Schule. Jeder Zehnte engagiert sich bei der Jugendfeuerwehr, beim Roten Kreuz oder THW.

Dies sind Ergebnisse der  JIM-Studie 2014 (Jugend, Information, (Multi-) Media)  des  Medienpädagogischen  Forschungsverbundes Südwest, die im November 2014 der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Auch  Freundschaften  werden  nicht  vernachlässigt: Persönliche Treffen sind nach wie vor und trotz aller digitalen Kommunikation von zentraler Bedeutung, 79 Prozent der Jungen und Mädchen verabreden sich regelmäßig mit Freunden oder Bekannten. Weiterhin treiben sieben von zehn Jugendlichen in ihrer Freizeit mindestens mehrmals pro Woche  Sport. Knapp jeder Dritte (29 %) unternimmt regelmäßig etwas mit der Familie, 23 Prozent spielen selbst ein  Instrument oder singen in einem Chor.


Die Gesamtergebnisse der JIM-Studie 2014 enthält Basisdaten zum Freizeitverhalten der Jugendlichen sowie Mediennutzungsdaten zu Fernsehen, Radio, Internet, Büchern und digitalen Spielen. Unter folgendem Link kann die Studie kostenfrei heruntergeladen werden: JIM-Studie 2014

 

Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-)  Media) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt.  Die  repräsentative  Studie  bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Für die Befragung wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren im Frühsommer 2014 telefonisch befragt.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für  Kommunikation  Baden-Württemberg (LFK) und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK). Die Durchführung der Studie erfolgt  in  Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR). Kooperationspartner bei der JIM-Studie ist die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG).

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