Land stellt 350.000 Euro für Berufsschüler bereit

In Mecklenburg-Vorpommern sollen Berufsschülerinnen und Berufsschüler künftig eine höhere Unterstützung erhalten können, wenn sie wegen langer Anfahrtswege zur Berufsschule Fahrt- und Übernachtungskosten begleichen müssen. Das Land stockt die bisherige Finanzhilfe von insgesamt 100.000 Euro auf 350.000 Euro auf. Die entsprechende Richtlinie mit den Regelungen zur Gewährung des Zuschusses soll in Kürze veröffentlicht werden.
 
Land, Unternehmen und Auszubildender sind gehalten, sich die Kosten zu je einem Drittel zu teilen. "Allerdings soll die Nachweispflicht für die Kostenübernahme durch den Ausbildungsbetrieb entfallen", sagte Bildungsminister Brodkorb. "Lehrlinge, deren Ausbildungsbetriebe sich nicht beteiligen, sollen keine Nachteile haben", betonte der Minister. Obwohl für das Land keine gesetzliche Verpflichtung bestehe, setze es mit der neuen Regelung ein Zeichen und wolle Auszubildende stärker unterstützen.
 
Damit die Unterstützung des Landes voll bei Berufsschülerinnen und Berufsschülern ankomme, müssten Gespräche mit der Bundesagentur für Arbeit erfolgen bzw. die Sozialgesetze geändert werden. Im Schuljahr 2014/2015 besuchen in Mecklenburg-Vorpommern rund 29.000 Berufsschülerinnen und Berufsschüler 24 öffentliche berufliche Schulen.
 

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