Unsere neuen Ausbildungsbotschafter

Georgina Fock, 18 Jahre, Rostock
Auszubildende zur Fachkraft im Fahrbetrieb, 1. Lehrjahr, Rostocker Straßenbahn AG

„Ich bin hier durchgestartet, weil … ich hier so richtig Durchstarten kann - mit Bussen und Bahnen.“

Georgina hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, sondern hatte schon als kleines Mädchen ein Faible für Fahrzeuge - für große gar. So wie Busse und Bahnen, denen sie mit leuchtenden Augen hinterher sah. Inzwischen schaut sie mit ihren strahlenden Augen hinaus – aus Bussen und Bahnen. Denn die darf die 18-Jährige inzwischen selbst fahren, zumindest in Begleitung eines Ausbilders. Seit Sommer ist die gebürtige Schwerinerin Auszubildende zur Fachkraft im Fahrbetrieb bei der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG). Dort ist es alles andere als ungewöhnlich, Frauen in Führungspositionen zu haben, sprich: als Fahrerinnen großer Fahrzeuge.

Georginas Weg dahin weist jedoch ein paar andere Haltestellen auf. Zuerst begann sie eine Ausbildung zur Verkäuferin, die ihr aber keine Freude bereitete. Nach deren Abbruch absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr und anschließend einen Bundesfreiwilligendienst beim Verein Barrierefreies Rostock sowie im Michaelshof, einer Rostocker Einrichtung für Menschen mit Behinderung. In dieser Zeit sah sie ein Plakat in der Straßenbahn, das für Ausbildungen warb. Sofort bewarb sie sich bei der RSAG und wurde prompt zum Schnupperpraktikum eingeladen. Nach dessen erfolgreichem Verlauf bat man sie zum Vorstellungsgespräch – mit bekanntem Ergebnis.

„Ich arbeite gerne mit Menschen, das habe ich während meines FSJ herausgefunden“, sagt sie. Besonders Spaß macht Georgina neben dem Fahren die Arbeit „als Kundenbetreuerin im Nahverkehr, also Fahrkartenkontrollen, und das Arbeiten im Kundencenter.“

Bis vor ein paar Jahren überlegte sie, wegzugehen aus MV. „Aber meine Familie und Freunde waren mir dann doch wichtiger.“ Am Ende ausschlaggebend, dass sie blieb, war ihr Ausbildungsplatz. Besser noch: Ihr Freund ist sogar nach Rostock gezogen. Beste Voraussetzungen also, um in MV durchzustarten.

Ihre Video-Grußbotschaft findet ihr im YouTube-Kanal von „Durchstarten in MV“: http://www.youtube.com/watch?v=UhUV6xQh43o

 

 

Lisa Heidebruch, 22 Jahre, Pritzier
Auszubildende zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik, 3. Lehrjahr, ReformKontor GmbH & Co. KG Zarrentin

„Ich bin hier durchgestartet, weil … mein Ausbildungsbetrieb und ich gut zueinander passen.“


Lisa Heidebruch weiß, was sie will. Inzwischen. Ihre berufliche Laufbahn begann die 22-Jährige mit einer Ausbildung zur Hauswirtschafterin. „Das gefiel mir aber überhaupt nicht“, sagt sie selbstbewusst.
Wie in vielen Familien überlegte auch ihre nun intensiv, was denn besser zum Kind passe. Den Durchbruch brachte ihre Tante: „Sie meinte, ich solle mich als Fachkraft für Lebensmitteltechnik versuchen.“ Diese ist selbst in diesem Beruf tätig und konnte Lisa viele gute Tipps geben.

Gesagt, getan. Die Hagenowerin bewarb sich bei Reformkontor, einem der wichtigsten Lebensmittellieferanten für die neuform-Reformhäuser in Deutschland und Österreich. Das seit 1996 unweit von Lisas Heimatort Pritzier in Zarrentin ansässige Unternehmen stellt unter anderem Trockenfrüchte, Nüsse, Ölsaaten, Getreide sowie diverse Spezialitäten her, das meiste davon in Bio-Qualität.

Gleich nach erfolgreichem Vorstellungsgespräch wurde Lisa zum Probearbeiten eingeladen. „Danach haben Reformkontor und ich festgestellt, dass wir gut zueinander passen würden – und ich wurde als Auszubildende eingestellt.“

Eine gute Wahl findet sie und ist höchst dankbar für den Tipp ihrer Tante: „Besonders Spaß bereitet mir die technische Seite des Berufes, der Umgang mit den Maschinen. Wir sind viele Kolleginnen und verstehen uns ganz wunderbar.“ Dass sie eine verantwortungsvolle Aufgabe beim Umgang mit Lebensmitteln höchster Qualität hat, findet sie auch im dritten Lehrjahr noch spannend.

In ihrer Heimat bleiben wollte sie in jedem Fall: Nicht nur wegen ihres Freundes und ihrer Familie mit dem richtigen Riecher in Sachen Ausbildung, sondern vor allem, weil sie sich in Mecklenburg-Vorpommern sehr wohlfühlt. „Die Städte und die Landschaft, sie und ich passen auch gut zueinander.“

Ihre Video-Grußbotschaft findet ihr im YouTube-Kanal von „Durchstarten in MV“: http://www.youtube.com/watch?v=2DRW1Sbx_bE

 

 

Martin Sommer, 24, Mirow
Restaurantfachmann, „Alte Schloßbrauerei“ Mirow

„Ich bin hier durchgestartet, weil … ich kein Großstadtmensch bin und Mirow genau richtig ist für mich.“


Martin Sommer hat vier Ausbildungen absolviert: Er ist Lagerfachhelfer, Fachlagerist, Fachkraft im Gastgewerbe und ganz frisch in seinem Traumberuf als Restaurantfachmann. Was ungewöhnlich klingt, ist es auch. Schon seinen Hauptschulabschluss erlangte der Mirower über einen Umweg.

Aufgrund einer zu Schulzeiten unentdeckten Lese-Rechtschreib-Schwäche besuchte der 24-Jährige eine Förderschule. Seine ersten Ausbildungen Lagerfachhelfer und Fachlagerist, die er 2007 aufnahm, forderten ihn nur wenig. Also nahm er seinen Traumberuf in den Blick: Restaurantfachmann, eigentlich unerreichbar aufgrund seiner schulischen Vorbildung.

Doch der Mirower hat den Willen und auch das Können. Und fragte im renommierten Hotel „Alte Schlossbrauerei“ um ein Praktikum nach. Das habe ihm schon immer gefallen: Der Umgang mit Menschen, jeden Tag neue und andere Gäste zu betreuen. Mit dieser Einstellung und seinen Arbeitsleistungen überzeugte er auch die Hotelchefin Martina Heyden, die ihm obendrein einen benötigten Englischkurs privat finanzierte.

Also sattelte Martin vor drei Jahren zur Fachkraft im Gastgewerbe um. Mehr als die richtige Wahl: 2012 war er jahrgangsbester Auszubildender im gesamten Osten Mecklenburg-Vorpommerns. Und nahm auch die nächste Hürde erfolgreich: Seit diesem Sommer ist er Restaurantfachmann, ebenfalls mit Auszeichnung.

Die vielen Jahre seiner ersten Berufsausbildungen empfindet Martin nicht als verschenkt: „Manches kann ich auch hier anwenden, wir haben ja auch Lager. Ich bin total zufrieden mit meiner Arbeit. Vielleicht mache ich später sogar noch den Ausbilderschein.“

Nachdem er so viele große Schritte zurückgelegt hat, aus der Region wegzugehen? Das kommt für ihn nicht infrage. „Das wollte ich nie – in großen Städten sind mir definitiv zu viele Leute. Ich mag eher die Freiheit und die Natur.“

Seine Video-Grußbotschaft findet ihr im YouTube-Kanal von „Durchstarten in MV“: http://www.youtube.com/watch?v=vf-yZCY05Ok

 

 

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