Berufliche Schulen im Wandel

Demografischer Wandel in den beruflichen Schulen: Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an den beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ist in den vergangenen fünfzehn Jahren um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Im Schuljahr 1999/2000 besuchten insgesamt etwa 70.000 Schülerinnen und Schüler die öffentlichen Schulen. Im Schuljahr 2014/2015 sind es nur noch 29.000 Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen beruflichen Schulen im Land.
 
Wegen des Rückgangs der Schülerzahlen werden in wenigen Fällen berufliche Bildungsgänge zusammengelegt. Von den Änderungen zum kommenden Schuljahr sind allerdings nur 2,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler der ersten Jahrgangsstufen betroffen. Das sind 320 Schülerinnen und Schüler. Im Dezember 2014 hatten sich Landkreise und Kommunen, die für die Schulentwicklungsplanung zuständig sind, mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur über die Bildung von Eingangsklassen an den beruflichen Schulen zum Schuljahr 2015/2016 abgestimmt.
 
Bei dem Treffen wurde festgelegt, dass die Schulträger zu den Bildungsgängen, bei denen über zwei Jahre die Schülermindestzahl nicht erreicht wurde, weitere Abstimmungen vornehmen und dem Bildungsministerium das Ergebnis bis Ende Februar 2015 vorlegen. Die Berufsschulorganisationsverordnung sieht eine jährliche Überprüfung (Monitoring) der Schülermindestzahlen und einen Abgleich mit den Planungszahlen der Schulentwicklungspläne vor.
 
Das Bildungsministerium hat auf Grundlage der Abstimmungsergebnisse der Schulträger die Verordnung entsprechend angepasst. Dies betrifft berufliche Bildungsgänge, bei denen in den letzten beiden Jahren keine Eingangsklassen gebildet wurden (z. B. Landwirtschaftshelfer in Wismar). Der Berufsschulunterricht im Ausbildungsberuf Metallbauer/in wird von Rostock nach Güstrow verlegt, um dort eine reine Fachklasse bilden zu können. Die Hansestadt Rostock hat sich mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geeinigt, dass Waren zukünftig die Berufsschule für Holztechnik für die Hansestadt Rostock sowie die Landkreise Rostock und Mecklenburgische Seenplatte sein soll.
 
In den Fällen, in denen die Schulträger keine oder keine ausreichende Einigung erzielt haben, hat das Ministerium eine Anpassung vorgenommen. Dies betrifft insbesondere den Berufsbereich Holztechnik, zu dem die Landkreise Vorpommern-Rügen (Sassnitz) und Vorpommern-Greifswald (Wolgast) mitteilten, dass sie sich nicht geeinigt haben. Auch für die Berufsbereiche Elektrotechnik (Schwerin), Informationstechnik (Neubrandenburg), Körperpflege (Wismar), Farbtechnik und Raumgestaltung (Parchim-Ludwigslust) waren die Abstimmungsergebnisse nicht ausreichend.

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