Freiwilliges 10. Schuljahr großer Erfolg

Unter dem Motto „Niemanden zurücklassen“ wurde zum Schuljahr 2014/2015 erstmalig flächendeckend an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ das freiwillige 10. Schuljahr eingeführt, um Mädchen und Jungen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ den anerkannten Abschluss der Berufsreife zu ermöglichen. Das ESF-finanzierte Programm reiht sich in zahlreiche Maßnahmen der Landesregierung zur Reduzierung der Quote der Schülerinnen und Schüler ohne anerkannten Schulabschluss ein. Diese hat sich zwischen 2008 bis 2014 von 15,8 auf 8,4 Prozent nahezu halbiert.

Zum Schuljahresbeginn sind 404 Schülerinnen und Schülern in die Maßnahme zum freiwilligen 10. Schuljahr eingetreten. 377 haben das freiwillige 10. Schuljahr bis zum Schluss besucht. 354 von ihnen halten nun das Berufsreifezeugnis in der Hand. Das entspricht einer Erfolgsquote von 87,6 Prozent.

„9 von 10 Schülerinnen und Schüler im freiwilligen 10. Schuljahr haben im Schuljahr 2014/2105 die Berufsreife erworben. Dies übertrifft unsere eigenen Hoffnungen deutlich. Ich gratuliere den Schülerinnen und Schüler zu dem erreichten Schulabschluss und danke den engagierten Lehrkräften an den Schulen, die den Schülerinnen und Schüler diesen Erfolg ermöglicht haben“, so Bildungsminister Brodkorb.

Der Erfolgt bestätigt, dass es richtig war, den Schülerinnen und Schüler an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ den Erwerb der Berufsreife zu ermöglichen und sie nicht mit den Abschluss der Förderschule Lernen aus dem allgemein bildenden Schulsystem zu entlassen.
Knapp 200 der Mädchen und Jungen haben außerdem bereits einen Ausbildungsvertrag in Aussicht oder bereits unterschrieben. Der Erwerb der Berufsreife war dabei eine wichtige Voraussetzung, damit sich die Schülerinnen und Schüler erfolgreich um einen Ausbildungsplatz bewerben konnten.

„Zweifler hatten noch kürzlich behauptet, die Schülerinnen und Schüler würden mit dem freiwilligen 10. Schuljahr nur eine versteckte Ehrenrunde drehen. Ich bin sehr froh, dass dem nicht so ist und finde es zynisch, die Leistungen dieser Schülerinnen und Schüler derartig abzuqualifizieren. Ich würde mich für die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und Lehrkräfte freuen, wenn diese reife Leistung aller Beteiligten auch im politischen Raum ohne parteipolitische Hintergedanken vorbehaltlos anerkannt würde. Sie haben es allemal verdient, gerade im Sinne der Inklusion“, so Brodkorb abschließend.


Schulabgänger der Förderschulen Lernen im freiwilligen 10. Schuljahr 2014/15

Schulamtsbereiche mit Berufsreife ohne Berufsreife gesamt
Greifswald 111 5 116
Neubrandenburg 49 3 52
Rostock 83 10 93
Schwerin 111 5 116
gesamt 354 23 377



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