Freiwilliges zehntes Schuljahr an Förderschulen gut angenommen

In Mecklenburg-Vorpommern streben im laufenden Schuljahr 380 Schülerinnen und Schüler an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen die Berufsreife an. Etwa die Hälfte von ihnen hatte im April 2015 bereits einen Ausbildungsvertrag abschlossen oder erwartete den Vertragsabschluss eines Ausbildungsverhältnisses. Seit dem Schuljahr 2014/2015 bietet das Land ein flächendeckendes Angebot zum Erwerb der Berufsreife an Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen an.
 
„Jugendliche mit einem Schulabschluss haben sehr gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Die Berufsreife ist die Voraussetzung, damit sich die Schülerinnen und Schüler um einen Ausbildungsplatz bewerben können. Ich freue mich, über die positiven Rückmeldungen zum freiwilligen zehnten Schuljahr. Den Schülerinnen und Schülern wünsche ich viel Erfolg beim Erlangen der Berufsreife“, so Brodkorb.
 
Bei einem Treffen im Bildungsministerium haben sich die Schulleiterinnen und Schulleiter der Förderschulen mit Klassen im freiwilligen zehnten Schuljahr über den Start des Angebotes und deren Umsetzung ausgetauscht. Schülerinnen und Schüler aus Barth, Gadebusch und Rostock, die am freiwilligen zehnten Schuljahr teilnehmen, haben bei diesem Treffen Projektarbeiten zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Berufsorientierung und Medienkompetenz vorgestellt.
 
Seit dem Schuljahr 2014/2015 ist das Erlangen der Berufsreife an 27 der insgesamt 41 Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen möglich. Mit dem freiwilligen zehnten Schuljahr will das Land erreichen, dass sich die Quote der Schülerinnen und Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen, verringert. Im Jahr 2014 lag die Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss bei 8,36 Prozent. Im Jahr 2008 waren es noch 15,8 Prozent.
 
Im Schuljahr 2014/2015 investieren Land und EU insgesamt rund 2,5 Mio. Euro in das besondere Angebot für den Erwerb eines erfolgreichen Schulabschlusses. Die EU-Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

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