Quote der Schulabgänger ohne Berufsreife in MV erneut gesunken

Im Schuljahr 2011/’12 ist die Quote der Schulabgänger ohne Berufsreife in Mecklenburg-Vorpommern erneut gesunken. Erreichte sie zum Schuljahr 2008/’09 mit 15,8 Prozent ihren historischen Höchstwert, lag sie nach aktuellen statistischen Auswertungen im Schuljahr 2011/’12 bei 12,4 Prozent. Im Schuljahr 2010/’11 waren es noch 13,3 Prozent.

„Die Entwicklung der letzten Jahre ist erfreulicherweise deutlich positiv, aber noch immer nicht zufriedenstellend. Die Landesregierung hält daher an ihrem Ziel fest, die Quote der Schulabgänger ohne Berufsreife schrittweise bis 2020 zu halbieren.
Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass Schülerinnen und Schüler auch nach dem Schulbesuch viele Möglichkeiten haben, ihre Berufsreife zu erwerben und diese zweite Chance auch erfolgreich nutzen. So bieten neben den Volkshochschulen auch die beruflichen Schulen des Landes sowie die Bundesagentur für Arbeit entsprechende Programme an. Hierdurch kann die tatsächliche Quote der Schulabgänger ohne Berufsreife nochmals deutlich abgesenkt werden. Allerdings muss es unser Ziel bleiben, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler einen Abschluss in der allgemein bildenden Schule und nicht erst durch nachträgliche Programme erreichen“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb.

Trotz der positiven Entwicklung liegt die Quote der Schulabgänger ohne Berufsreife weiterhin über dem Bundesdurchschnitt. „Der Vergleich mit anderen Bundesländern ist sicher sinnvoll. Der Föderalismus in der Bildung führt aber zu sehr unterschiedlichen Verhältnissen, die eine Verzerrung der Statistik zur Folge haben können. Daher ist auch in der Bildung nicht immer alles gleich Gold, was glänzt“, so Minister Brodkorb.
„In Bayern zum Beispiel kann man die Berufsreife auch mit einer Sechs auf dem Zeugnis erhalten. In Mecklenburg-Vorpommern ist dies hingegen nicht möglich. Wir brauchen daher künftig nicht nur ein Zentralabitur, damit die Bildungsergebnisse der Länder vergleichbar werden, sondern auch gleiche Abschlussmaßstäbe bei Berufsreife und Mittlerer Reife. Eine entsprechende Initiative wird durch das Bildungsministerium von Mecklenburg-Vorpommern derzeit vorbereitet.“

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