„Woche der Ausbildung“ in Mecklenburg-Vorpommern

Wirtschaftsminister Harry Glawe warb anlässlich der „Woche der Ausbildung“ (07. bis 11. März 2016) dafür, sich frühzeitig um einen Ausbildungsplatz zu kümmern. „Die duale Ausbildung ist für die Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern immer noch die beste Möglichkeit, ihren zukünftigen Fachkräftenachwuchs zu sichern. Die berufliche Karriere fängt mit einer Ausbildung an. Deshalb ist es wichtig, dass Arbeitgeber und Schüler möglichst früh zusammenfinden. Aktionstage, wie die ´Woche der Ausbildung´, Berufs- und Ausbildungsmessen in den Regionen unseres Landes oder auch Praktika in den Unternehmen machen besonders darauf aufmerksam. Die alles sind auch Beiträge für eine rechtzeitige Fachkräftesicherung bei uns in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Dienstag.

 

Chance für eine Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern geben

Rund 386 Bewerberinnen und Bewerber (aktuellster Stand: September 2015) waren unversorgt, 1.481 Stellen waren unbesetzt. „Das Angebot für Schüler ist vorhanden. Rund vier unbesetzte Ausbildungsstellen kommen rechnerisch auf einen unversorgten Bewerber. Goldene Zeiten für Ausbildungssuchende“, so Glawe. Der Wirtschaftsminister appellierte im Besonderen an die Unternehmen, auch vermeintlich schwächeren Jugendlichen eine Chance zu geben. „Es ist nicht allein der Blick auf die Zeugnisnoten, sondern junge Menschen verfügen oft über ungeahnte Fähigkeiten und Talente. Manch einem Schüler liegt die Praxis nun einmal näher als die Theorie“, betonte Glawe weiter. Ein Weg in die Ausbildung ist auch die Einstiegsqualifizierung. „Diese bietet den Unternehmen die Möglichkeit, im Rahmen eines Praktikums den jungen Menschen besser kennen zu lernen. Die Einstiegsqualifizierung stellt in vielen Fällen eine Brücke in betriebliche Ausbildung dar. Unternehmern und Praktikanten können testen, ob sie zusammenpassen“, sagte Glawe. Weitere Instrumente der Bundesagentur für Arbeit sind die assistierte Ausbildung oder ausbildungsbegleiteten Hilfen.

 

Möglichkeiten der Berufsorientierung

Darüber hinaus wirbt das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit dafür, die Möglichkeiten der Berufsorientierung zu nutzen.

„Viele Unternehmen stehen bei der Fachkräftegewinnung vor besonderen Herausforderungen. Kleine Unternehmen klagen darüber, dass sie ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen können. Schülerinnen und Schüler wissen oft nicht, welche Betriebe in ihrer Region existieren, welche Ausbildungsberufe dort ausgebildet werden und welche beruflichen Perspektiven bestehen. Hier können wir mit unseren Modulen bestmöglich unterstützen“, betonte Glawe. Schulen in Mecklenburg-Vorpommern werden fünf verschiedene Module zur Berufsorientierung angeboten. Die Module umfassen unter anderem Informationen zu Berufsfeldern, zum Beispiel mittels Infoveranstaltungen, die Vermittlung von Strategien zur Berufswahl und Entscheidungsfindung, fachpraktische Erfahrungen von Schülerinnen und Schüler durch Einbindung des Lernorts Betrieb bzw. durch betriebliche Praktika sowie Exkursionen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Programm im Zeitraum 2015 bis 2021 mit Mitteln aus dem „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) in Höhe von sieben Millionen Euro, die Bundesagentur für Arbeit trägt 6,7 Millionen Euro Unterstützung bei.

 

Early-Bird-Aktion verlängert

Die Fachkräftekampagne des Wirtschaftsministeriums „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) hat aufgrund der großen Resonanz die im Februar gestartete Early-Bird-Aktion für einen Ausbildungsplatz verlängert. Sie läuft nun bis Ende März. Die Aktion richtet sich an alle Interessierten, die einen Ausbildungsplatz für 2016 suchen. „Die Nachfrage von Unternehmen ist deutlich gestiegen, ebenso nutzen noch mehr Schüler das Angebot im Rahmen der Aktion“, so Glawe abschließend. Im Azubi-Atlas der Kampagne „Durchstarten in MV“ sind 1.363 Firmen mit gesamt 3.141 Ausbildungsangeboten eingetragen. Die aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums und der IHK‘s in Mecklenburg-Vorpommern finanzierte Informationsoffensive wirbt für einen Berufsstart in Mecklenburg-Vorpommern.

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