Dein Land, deine Chance!

Sebastian Vollmann, 26

Vom Fließbandarbeiter zum Entwicklungsingenieur – so kann´s gehen in Neubrandenburg beim Automobilzulieferer Webasto. Sebastian Vollmann hat genau diesen Weg gewählt.

»50 Prozent sich 'ne Birne machen und 50 Prozent experimentieren, so könnte man etwas salopp meinen jetzigen Job umschreiben. Dabei hatte ich zunächst nur einen Realschulabschluss, bin noch nicht einmal ein besonders guter Schüler gewesen. Angefangen hatte ich als Lehrling zum Fertigungsmechaniker. Schnell habe ich aber gemerkt: Da ist mehr drin, ich kann es mit größeren Herausforderungen aufnehmen. Also ging ich nach der Lehre nach Stralsund zum Fachabitur und ein Jahr später zur Fachhochschule. 'Kommen Sie wieder', sagten damals die Leute aus der Webasto-Personalabteilung. Sie waren wohl beeindruckt von meiner Initiative. Und ich kam wieder: Als Student für Maschinenbau machte ich in meinem Lehrbetrieb sowohl das ingenieurtechnische Praktikum als auch später die Erfahrungen, worauf sich meine Diplomarbeit stützte. Ich hatte mich darum auch in anderen Firmen beworben. Aber von Webasto kam immer die erste Zusage. Die wollten mich wirklich wieder haben. Das war ein gutes Gefühl. Den Arbeitsvertrag als Entwicklungsingenieur hatte ich früher in der Tasche als das Diplom. Noch vor der Verteidigung hörte ich von einer freien Stelle in der Entwicklungsabteilung, ich klopfte an – wieder bei den Leuten in der Personalabteilung. Kurze Zeit danach war alles in Tüten und Papier. Es hat immer alles gepasst, alles immer im Land. Was soll ich da mit aller Macht in den Süden oder sonst wohin? Ich bin und bleibe einer aus Mecklenburg-Vorpommern.«