Dein Land, deine Chance!
Martin Wegner, 23
Ein Metallberuf sollte es sein, das war für Martin Wegner aus Neustadt-Glewe schon lange klar. Da kam ihm die Chance, bei der Dockweiler AG in seiner Heimatstadt Konstruktionsmechaniker zu lernen, gerade recht. Das Unternehmen produziert Edelstahl-Röhren, vor allem für die Halbleiter- und die Pharma-Industrie. Inzwischen ist Martin auf dem Weg zum staatlich geprüften Techniker.
»Dockweiler hat hier bei uns einen guten Ruf - da wollte ich auch hin. Nach meiner Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker hatte ich noch ein Jahr in der Fertigung gearbeitet. Aber ich habe mich schon bald entschieden, eine Weiterbildung zum Techniker zu machen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: als Vollzeit-Maßnahme oder berufsbegleitend, was ich mir ausgesucht habe. Da hat es gut gepasst, dass in der Abteilung Arbeitsvorbereitung gerade eine Stelle neu zu besetzen war. Dort bin ich jetzt seit Anfang 2008 und erstelle hauptsächlich die Kalkulationen für die Herstellung aller Sonderteile. Das heißt, ich bekomme die Anfragen aus dem Verkauf und rechne am Computer durch, was die Produktion bestimmter Teile kosten würde, mit allen einzelnen Arbeitsschritten wie Sägen, Richten, Aushalsen oder Schweißen. Die Summe wird dann die Grundlage für unser Angebot an den Kunden. Ziemliche Verantwortung, aber ich kenne ja selbst die Produktion in- und auswendig, das ist mein Vorteil. So weiß ich aus eigener Erfahrung, wie die Herstellung abläuft. Und arbeite natürlich eng mit der Fertigung zusammen. Ja, und dann ist da noch die Weiterbildung an der DAA in Essen. Das ist eine Fernschule, von der wir die Unterlagen semesterweise zugeschickt bekommen. Die müssen wir zu Hause durcharbeiten. Zusätzlich waren im ersten Jahr jeden Samstag Lehrveranstaltungen in Hamburg, jetzt müssen wir alle drei Monate für vier Tage nach Osnabrück. Ziemlicher Aufwand, aber ich möchte diesen Abschluss als staatlich geprüfter Techniker machen. Klar, manchmal frage ich mich nach einem langen Arbeitstag schon, ob ich jetzt lieber die Beine hochlege oder besser doch was fürs Studium mache. Aber nun hab ich´s so weit geschafft, da schaffe ich den Rest auch noch.«

















