Dein Land, deine Chance!
Anne Bennöhr, 22
In blauer Arbeitshose steht Anne Bennöhr in der Werkstatt – Schreibtischarbeit ist nichts für die junge Frau, die bei der Firma Henkel Beiz- und Elektropoliertechnik in Neustadt-Glewe als Fertigungsmechanikerin arbeitet.
»Nach der Realschule habe ich in Schwerin eine Lehre zur umweltschutztechnischen Assistentin gemacht. Aber da habe ich schnell gemerkt, dass das nicht mein Ding ist. Als ich in der Zeitung von der Ausbildung hier bei Henkel gelesen hatte, hab ich mich beworben, mich ein bisschen angestrengt, ein paar Mal nachgefragt – und dann hat es auch geklappt. Also habe ich Fertigungsmechanikerin gelernt. Man denkt, das ist nicht so ein typischer Mädchenberuf, aber ich habe bei den Lehrgängen in der IHK auch schon andere Mädels getroffen – so selten ist das gar nicht mehr. Was mich gereizt hat? Ich wollte nicht den ganzen Tag sitzen, lieber in einer Werkstatt arbeiten, was schaffen – sodass man am Ende auch weiß, was man gemacht hat. Hier ist jeden Tag was anderes gefragt: löten, drehen, bohren, ab und zu auch mal schweißen – ist echt abwechslungsreich. Sowas hat mich schon von klein auf interessiert. Wir bereiten hier alles für die Produktion vor, da muss man sich manchmal auch neue Lösungsmöglichkeiten oder Verbesserungen einfallen lassen. Es hat sich gut ergeben, dass ich so nahe an meiner Heimatstadt eine Lehrstelle gefunden habe und danach gleich auch übernommen wurde. Ob ich später mal woanders was anderes ausprobiere, weiß ich noch nicht. Erstmal bin ich hier gut aufgehoben.«

















