Durchstarter im Portrait

Bild zum Portrait von Helene Geißler

Helene Geißler, 22

Ich bin hier durchgestartet, weil

dies ein guter Ort zum Leben ist.


Ein Beruf, der mit dem Element Wasser zu tun hat – das wollte Helene Geißler schon immer. So einen hätte sie sicher auch in ihrer Heimatstadt Berlin gefunden, aber sie entschied sich für Rostock und lernt nun beim regionalen Versorgungsunternehmen Eurawasser Fachkraft für Wasserversorgungstechnik. Wegen guter Leistungen kann die Abiturientin ihre Ausbildungszeit von drei auf zweieinhalb Jahre verkürzen.

In Berlin hatte ich ein Praktikum gemacht, in dem ich in einer Werkstatt gearbeitet habe. Ich fand es cool, etwas zu bauen, zu schrauben, die Kollegen waren nett – da habe ich mich entschieden, vor meinem Studium eine Ausbildung zu machen, um Praxiserfahrungen zu sammeln. Denn natürlich können Frauen solche technischen Berufe auch.
Nach dem Abschluss möchte ich Umwelt- und Verfahrenstechnik studieren. Später kann ich damit in Ingenieurbüros arbeiten oder auch in der Forschung.
Aber jetzt lerne ich ja erst mal hier. Die theoretische Ausbildung in der Berufsschule hat viel mit Chemie zu tun, wir haben Werkstoffkunde, Strömungstechnik oder lernen zum Beispiel, wie man Trinkwasser-Hausanschlüsse verlegt. Dazu kommen Fächer wie Labor, Metallwerkstatt, Messen/Steuern/Regeln und auch Elektrotechnik. Da muss man dabeibleiben und auch interessiert sein. In der Praxis hier bei Eurawasser wechseln wir zwischen den verschiedenen Gebieten, arbeiten im Wasserwerk, sind mit im Service tätig, wechseln Wasserzähler aus – man ist im gesamten Versorgungsgebiet unterwegs - bis nach Bützow und Güstrow. Das macht mir am meisten Spaß.

Mit vollem Erfolg: Im Oktober 2014 wurde Helene Geißler als Beste ihres Jahrgangs von der IHK zu Rostock ausgezeichnet. Nach Beendigung ihrer Ausbildung im Dezember 2013 arbeitete sie bis März 2014 im Unternehmen. Danach ging sie für den Eurawasser-Mutterkonzern Remondis nach Barcelona.
Die nächste Ehrung steht für die Durchstarterin schon bevor: Im Dezember wird sie als Jahrgangsbeste ihres Ausbildungsberufs in ganz Deutschland ausgezeichnet.