Junge Leute würden gern im Land bleiben

Für die Umfrage wurden knapp 700 Schüler im ganzen Land mit einem Durchschnittsalter von 17,4 Jahren sowie Eltern und Lehrer befragt. Rund zwei Drittel der Jugendlichen haben recht klare Vorstellungen davon, welchen Berufsweg sie einschlagen wollen. Ein Großteil möchte ins Sozialwesen oder den Öffentlichen Dienst einsteigen, viele auch in Gastronomie und Handel oder in technische Berufe. Allerdings ist die Ansicht weit verbreitet, dass die Chancen überregional besser seien als hierzulande. „Ein Trugschluss“, sagt Wirtschaftsminister Jürgen Seidel. „Wir haben jetzt nur noch gut ein Drittel so viele Schulabgänger wie vor zehn Jahren – das heißt, die Jugendlichen können unter den zahlreichen vorhandenen Lehrstellen auswählen.“ Allerdings seien eine gute Schulausbildung und soziale Kompetenzen nach wie vor enorm wichtig. „Wir wollen die positiven Bedingungen hier bei uns noch bekannter machen“, so der Minister weiter. „Insbesondere über Berufe in den innovativen Branchen wissen die Schulabgänger noch zu wenig. Dabei werden gerade dort die Möglichkeiten immer zahlreicher.“

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