Handwerk poliert sein Image auf

Für Kino und Fernsehen zum Beispiel wurde ein Spot gedreht, der in originellen Bildern die Botschaft transportiert: Handwerk ist allgegenwärtig, Handwerk ist unverzichtbar. Deutschlandweit kleben 12.000 Plakate, außerdem gibt es Anzeigen in den Printmedien, Messeauftritte und Informationen an Schulen. Die Website www.handwerk.de ist freigeschaltet – sie enthält vielfältige Informationen und interaktive Module. „Wir wollen nicht nur zeigen, welche Rolle das Handwerk einnimmt“, sagt Claudia Alder, die Geschäftsführerin der Handwerkskammer (HWK) Ostmecklenburg-Vorpommern. „Wir wollen auch Stolz auf diese Berufe auslösen.“ Landläufig haben die Handwerksberufe derzeit keinen allzu guten Ruf. Laut einer Forsa-Umfrage sind unter Jugendlichen Berufe wie Maurer, Tischler oder Maler noch halbwegs als Handwerksberufe bekannt, Bäcker, Friseure oder gar Parkettleger werden jedoch kaum wahrgenommen. Nur rund ein Drittel der 14- bis 29-Jährigen schätzt das soziale Ansehen von Handwerkern hoch ein. „Schlecht bezahlt, schlechte Zukunftsaussichten, keine attraktiven Arbeitgeber“ – so sieht es knapp die Hälfte der jungen Leute. Dabei gibt es in Deutschland rund 5 Millionen Beschäftigte im Handwerk. Allerdings ist die Zahl der Schulabgänger in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 1991 und jetzt um fast ein Drittel gesunken und nur noch ein Prozent von ihnen tritt ins erste Handwerks-Lehrjahr ein. Die Folge: Zuerst fehlen Lehrlinge, dann fehlen Gesellen, dann fehlen Meisterschüler – und am Ende fehlen Nachfolger für die Handwerksbetriebe im Land. Deshalb wird dringend Nachwuchs gesucht.

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