Viele Lehrstellen, wenig geeignete Bewerber

Beweise liefert eine aktuelle Umfrage, die die Handwerkskammer Schwerin unter mehr als 200 Ausbildungsbetrieben durchgeführt hat. Für über 70 Prozent ist die mangelnde Ausbildungsreife das wichtigste Ausbildungshemmnis. Erst weit dahinter rangiert mit rund 25 Prozent eine unsichere Auftragslage oder ungewisse Zukunftsaussichten der Betriebe. Fast zwei Drittel der befragten Betriebe suchen noch nach dem geeigneten Azubi für das neue Lehrjahr. Bei fast einem Viertel der Betriebe sind für 2010 überhaupt noch keine Bewerbungen eingegangen, weit mehr als die Hälfte berichten über einen deutlichen Rückgang. Betriebe, die mit der derzeitigen Situation zufrieden sind, sind deutlich in der Minderheit. Nur ganz wenige Betriebe sind mit der Qualität der Bewerbungen zufrieden. Als wichtigstes Instrument zur Suche nach zukünftigen Azubis will die Mehrheit der befragten Betriebe die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer nutzen, die unter http://www.hwk-schwerin.de zu finden ist und die noch rund 300 freie Ausbildungsplätze enthält. Für die Zukunft der betrieblichen Ausbildung setzen zahlreiche Betriebe auf die frühzeitige Bindung von Schülern durch Betriebspraktika, viele wollen zudem enger mit den regionalen Schulen zusammenarbeiten. Gut ein Drittel sieht auch in der möglichst frühzeitigen Suche nach dem geeigneten Bewerber einen Wettbewerbsvorsprung.

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