Leichterer Einstieg in die Kfz-Branche
In Neubrandenburg wurde ein Pilotprojekt mit einer deutlich verkürzten und vereinfachten Ausbildung zum Kfz-Servicemechaniker vorgestellt. Das Wirtschafts- und das Bildungsministerium, die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern sowie Vertreter des Kfz-Gewerbes haben eine Vereinbarung verabschiedet, mit der der Ausbildungsberuf Kraftfahrzeugservicemechanikers in Mecklenburg-Vorpommern erprobt werden soll. Viele Betriebe haben die Erfahrung gemacht, dass Bewerber nicht für die Ausbildung geeignet sind. Der neue Weg eignet sich jedoch auch für handwerklich begabte Schulabgänger, die nicht zu den lernstärksten Absolventen ihres Jahrgangs gehören. Bereits im September können 25 Jugendliche ihre zweijährige Ausbildung zum Kfz-Servicemechaniker beginnen. Interessierte Jungen und Mädchen können sich an die Kfz-Innung des Landes (http://www.kfz-mv.de) oder die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (http://www.hwk-omv.de) wenden. Bewerbungsfähig sind Schulabgänger mit praktischen Veranlagungen und Begabungen, die einen Schulabschluss mit Berufsreife erworben haben. Den künftigen Kfz-Servicemechanikern wird ein Einstieg in eine Ausbildung geboten, die größtenteils identisch ist mit dem praktischen Anforderungsprofil eines Kfz-Mechatronikers. Bei einem Abschluss der Ausbildung mit mindestens der Gesamtnote „befriedigend“ besteht zudem ein Rechtsanspruch zur Weiterbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker unter voller Anrechnung der Ausbildungszeit. Die Ausbildung findet in den Werkstätten sowie in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern in Neubrandenburg und der Berufsschule Demmin statt. „Wenn wir unseren Fachkräftenachwuchs sichern wollen, sind wir auf jede junge Frau und auf jeden jungen Mann angewiesen“, sagt Landeswirtschaftsminister Jürgen Seidel. Insofern könne die Ausbildung als Kfz-Servicemechaniker als Pilotprojekt mit Modellcharakter für weitere Berufe und Wirtschaftszweige gesehen werden.

















