Ausbildungsarten

Rund 350 verschiedene Berufe kann man in Deutschland und in Mecklenburg-Vorpommern lernen. Der Weg zum Wunschberuf führt über verschiedene Ausbildungsarten. Die wichtigsten dieser Ausbildungsarten stellen wir dir hier kurz vor. 

Die betriebliche oder duale Berufsausbildung ist die am weitesten verbreitete Ausbildungsart in Deutschland. Sie kombiniert die praktische Ausbildung im Betrieb mit den theoretischen Grundlagen der Berufsschule.

Hier fängst du direkt in einer Firma an zu arbeiten und ein Ausbilder erklärt dir Schritt für Schritt die verschiedenen Arbeitstechniken. 

Du machst also eine Menge praktischer Erfahrungen und bist schon bald ein wichtiger Mitarbeiter. Dafür bekommst du monatlich Geld, die sogenannte Ausbildungsvergütung, die sich mit der Zahl der Lehrjahre erhöht. 

Parallel gehst du an eine Berufsschule. Dort lernst du alle theoretischen Grundlagen für deinen Beruf, aber auch allgemeine Fächer, wie Deutsch und Mathe. Der Besuch der Berufsschule ist Pflicht und deine Firma muss dich für diese Zeit freistellen. 

Eine betriebliche Ausbildung bietet dir die große Chance, später in dem Unternehmen weiter arbeiten zu können. Allerdings ist dein Ausbildungsbetrieb nicht dazu verpflichtet, dich zu übernehmen.

Illustration Duale Ausbildung

 

Mit einem dualen Studium verbindest du das Studium an einer Hochschule mit der Berufsausbildung in einem Unternehmen. Dein Ausbildungsbetrieb hat dazu eine Kooperation mit einer staatlichen Fachhochschule oder Universität. Daher musst du – je nach Hochschule – die Fachhochschulreife, die fachgebundene oder die allgemeine Hochschulreife besitzen. 

Der Clou: Du bekommst das Beste aus beiden Welten. Ganz viel Praxis in deiner Firma und eine richtig gute theoretische Ausbildung an einer Hochschule. Und anders als viele deiner Kommilitonen bekommst du oftmals fürs Studium Geld in Form einer Ausbildungsvergütung.

Nachteil: anders als deine Kommilitonen hast du keine langen vorlesungsfreien Zeiten, sondern arbeitest in deinem Betrieb. Das gilt auch, wenn du nicht gerade Vorlesungen oder Seminare besuchen musst.

Dafür hast du dann aber nach der Ausbildung gleich zwei Abschlüsse in der Tasche. Einen akademischen und einen berufsqualifizierenden. Ein duales Studium bedeutet also eine starke Belastung, verhältnismäßig wenig Freizeit, aber durch die gelernte Praxis noch bessere Aussichten.

Illustration Duales Studium

Diese Ausbildungsart gibt es vor allem für medizinische, sozialpädagogische und  technische Assistentenberufe. Statt in einem Unternehmen wirst du theoretisch und praktisch an staatlichen oder privaten Berufsfachschulen, Fachschulen oder Fachakademien ausgebildet. 

Eine solche Ausbildung dauert im Vollzeitunterricht meistens ein Jahr. Praxis gibt es trotzdem. So kann es sein, dass du in manchen Ausbildungen nur ein- oder zweimal die Woche die Schulbank drückst und die restlichen Tage im Unternehmen verbringst. 

Nachteil: du bekommst im Gegensatz zu anderen Ausbildungsarten keine monatliche Ausbildungsvergütung. Es können sogar obendrein Kosten durch monatliche Schulgebühren entstehen. Es gibt aber grundsätzlich die Möglichkeit, ein Schüler-BAföG zu beantragen. Und manche Schulen und Akademien vergeben auch Stipendien.

Illustration Schulische Ausbildung

Das Studium ist das wissenschaftliche Lernen und Forschen an Hochschulen und die durchschnittlich längste und zugleich intensivste Ausbildungsart.

Hochschulen sind spezialisiert auf verschiedene Fachrichtungen und für die Zulassung qualifizierst du dich durch die Allgemeine Hochschulreife (Abitur), die Fachgebundene Hochschulreife oder eine gleichwertige Qualifikation. In Deutschland gibt es 427 Hochschulen – das sind Universitäten, Pädagogische-, Theologische-, Kunst- und Fachhochschulen sowie Verwaltungsfachhochschulen. 

Die Fachrichtungen werden Studiengänge genannt und für einige dieser Studiengänge gibt es Zulassungsbeschränkungen. Das heißt Numerus clausus, kurz NC, kommt aus dem Lateinischen (numerus ‚Anzahl‘, clausus ‚geschlossen‘) und bedeutet ‚beschränkte Anzahl‘. Für diese Studiengänge musst du dich mit deiner Abschlussnote aus dem Abitur bewerben und manchmal lange warten, bis du zugelassen wirst, wenn deine Note nicht dem NC entspricht. 

Ein Studium muss bezahlt werden und abgesehen von BAföG, Stipendien oder deinen Eltern, bekommst du in der Zeit deines Studiums erst einmal kein Geld. Aber wo Studenten sind, gibt es auch Studentenjobs, mit denen man sich zusätzlich über Wasser halten kann. Während du also im Studium noch sehr sparsam leben musst, verdienst du nach dem Abschluss mehr Geld in einem entsprechenden Beruf als zum Beispiel jemand, der eine betriebliche Ausbildung gemacht hat. Akademiker beispielsweise bekommen 30 bis 50 Prozent mehr Lohn als Nicht-Studierte. 

Fachhochschulen sind gegenüber Universitäten eher praxisorientiert. In der FH kannst du in einer überwiegend theoretischen Ausbildung zusätzlich viele praktische Erfahrungen sammeln. Universitäten sind vorwiegend theoretisch und auf das eigenständige Lernen ausgerichtet. Sie ermöglichen aber die höchsten Bildungsabschlüsse und damit besten Karrierechancen. 

Mehr zu einem Studium in Mecklenburg-Vorpommern erfährst du bei der Partnerkampagne „Studieren mit Meerwert“.

Illustration Studium