Die deutschlandweite „Woche der Ausbildung“

Nr. 12 / 2018 - 19. Februar 2018

„Die Unternehmen in der Hansestadt und im Landkreis zeigen seit Jahren eine hohe Ausbildungsbereitschaft“, sagt die Chefin der Rostocker Arbeitsagentur, Anke Diettrich. „Sie wissen, dass sie einem Fachkräfteengpass am besten begegnen können, wenn sie selbst ausbilden und ihren Azubis nach der Lehre eine gute Perspektive bieten. So gewinnen beide Seiten, denn die jungen Leute bekommen eine berufliche Zukunft in ihrer Heimatregion.“

Derzeit gibt es in Rostock und Umgebung mehr als 2.000 offene Lehrstellen in fast allen Wirtschaftsbereichen. Die meisten dieser Stellen werden von Unternehmen der Gastronomie angeboten. „In unserer Region gibt es viele Hotels und Restaurants, der Tourismus ist bekanntermaßen eine Schlüsselbranche“, so Anke Diettrich. „Um den Urlaubern, aber auch den Besuchern von Veranstaltungen und Kongressen einen Service bieten zu können, der zum Wiederkommen einlädt, ist Fachpersonal unerlässlich.“

Die Berufsberatung der Rostocker Arbeitsagentur beteiligt sich innerhalb der Woche der Ausbildung an unterschiedlichen regionalen Aktionen. Dazu zählt am 24. Februar der Tag der offenen Tür bei der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern in Rostock (www.hwk-omv.de/meinhandwerk). Vor Ort in Unternehmen sind die Beraterinnen und Berater am 3. März zum Tag der Ausbildung der Industrie- und Handelskammer zu Rostock (www.tagderausbildung.de).

Das Risiko arbeitslos zu werden, ist ohne abgeschlossene Berufsausbildung höher als mit einer fundierten Qualifikation. Selbst für über 25- oder 30-Jährige lohnt es sich deshalb, mit einer Lehre zu beginnen. Viele Firmen schätzen Bewerberinnen und Bewerber mit Lebenserfahrung, sozialen Kompetenzen oder auch diejenigen, die einige Studiensemester absolviert haben. Aktuell nutzen 1.300 junge Frauen und Männer bei ihrer Lehrstellensuche die Unterstützung der Berufsberatung, acht Prozent von ihnen sind älter als 25 Jahre.

„Es ist gut, dass Menschen auch noch später im Leben eine zweite oder dritte Chance auf einen Berufsabschluss ergreifen und in ihre Zukunft investieren“, sagt Anke Diettrich. „Letztlich profitieren alle Beteiligten: Die Betriebe gewinnen engagierte Fachkräfte und die Auszubildenden schaffen sich eine Grundlage für ihre eigenständige berufliche Existenz.“

Unter #ausbildungklarmachen finden sich umfangreiche Informationen zur bundesweiten Aktionswoche.

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