Eric Altmann

Rohrleitungsbauer/in

Ich bin hier durchgestartet, weil ich etwas für die Zukunft machen möchte.
Die Gewährleitung der Trinkwasserversorgung liegt Eric am Herzen. Aus diesem Grund hat sich der Rohrleitungsbauer im dritten Lehrjahr auf Trinkwasserleitungen spezialisiert. „Als Motivation sehe ich, dass wir Trinkwassersysteme für neue Generationen bauen. Ohne den Bauberuf würde es kein Trinkwasser geben.“

Dabei wollte der gebürtige Rostocker eigentlich Maler werden. Eine Fachkräftemaßnahme des ABC Baus hat ihn jedoch vom Bauhandwerk überzeugt. Nach einem einjährigen Praktikum bei der TIAS Tiesler Tief- und Hochbau GmbH in Waldeck, konnte er seine Ausbildung als Rohrleitungsbauer im selben Unternehmen beginnen.

Eric erstellt Rohrleitungssysteme und schließt Haushalte in ganz Mecklenburg-Vorpommern ans Versorgungsnetz an. Da verschlägt es ihn auch schon mal in ein Naturschutzgebiet in die Vorpommersche Boddenlandschaft. Auf der Insel Kirr sind er und sein Team für die Sanierung der alten Trinkwasserleitung der 1930er-Jahre zuständig. Dafür wurde ein Rohrgraben für ein 1,2 Kilometer langes Rohrsystem aus Gusseisen gezogen. Bei den Arbeiten darf nichts schief gehen, denn sonst bleiben die Hähne von über 3000 Einwohnern und unzähligen Touristen trocken. Sorgfalt ist außerdem bei der Abtragung der Vegetationsschicht der Insel gefragt. Das seltene Salzseegras muss seitlich gelagert und nach dem Verlegen der Rohre wieder in seiner Ursprungsform eingesetzt werden. Eine Besonderheit, die Erics Beruf nie langweilig werden lässt.

Abwechslung bietet auch die Berufsschule in Neustrelitz, in der die Grundlagen für den Tiefbau vermittelt werden. Auf dem Stundenplan stehen neben Vermessungs- und Schweißtechniken auch Mathe und Physik. Schließlich muss ein Rohrleitungsbauer wissen, wie sich ein anderes Medium wie Gas unter Druck und verschiedenen Temperaturen verhält. Auf der Baustelle bestimmen wiederum das Buddeln im Graben und die Montage der Rohre den Tag. Besonders die körperliche Aktivität ist für den sportbegeisterten Rohrleitungsbauer ein Pluspunkt für den Beruf. „Man ist immer an der frischen Luft, man ist immer in Bewegung und sitzt nicht rum. Das ist mir wichtig.“

Das Rumsitzen nach Feierabend ist hingegen ausdrücklich erlaubt. Gerne verbringt Eric diesen bei einem Barbecue mit den Kollegen. In drei Ausbildungsjahren sind sie zusammengewachsen wie eine Familie. Das gute Arbeitsklima ist ein weiterer Grund für Erics Zukunftspläne. „Ich würde schon gerne in der Firma bleiben und vielleicht als Polier arbeiten.“ Zudem hat er als waschechter Rostocker nicht die Absicht die Umgebung zu verlassen. Die hatte er auch vor Ausbildungsstart nicht. Er bewarb sich ausschließlich im Raum Rostock. „Mecklenburg-Vorpommern ist meine Heimat - in Rostock bin ich geboren. Mein Plan war es, nicht von hier wegzuziehen. Es ist einfach schön hier oben.“