Jenny Pöpplow

Operationstechnische/r Assistent/in

Ich bin hier durchgestartet, weil es finanziell günstiger ist, zu Hause zu wohnen.
Schon vor ihrem Abitur wusste Jenny Pöpplow, dass sie einen Beruf im Gesundheitswesen wählen würde. Doch welchen genau – diese Entscheidung fiel erst nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Krankenhaus ihrer Heimatstadt Parchim. Nun macht sie eine dreijährige Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin, bereitet Eingriffe mit vor, kümmert sich vorher und nachher um die Patienten, assistiert den Ärzten.

In meinem FSJ habe ich gemerkt, dass die Arbeit auf einer Station eher nichts für mich ist, die im Operationssaal dagegen schon. Deshalb habe ich mich dafür entschieden. Manchmal ist es stressig, wenn zum Beispiel Notfälle dazukommen. Wenn es um Leben oder Tod geht, muss es schnell gehen – da kann man nicht erst lange überlegen, was zu tun ist. Deshalb ist es in diesem Beruf wichtig, dass man belastbar ist und auch gesundheitlich fit, denn man muss ja oft und lange stehen.
Die theoretische Ausbildung habe ich am Klinikum in Güstrow. Unsere Fächer reichen von Anatomie und Chemie über die verschiedenen medizinischen Fachrichtungen wie Orthopädie, Gynäkologie oder andere bis hin zu Recht. Den Praxisteil habe ich hauptsächlich in Parchim. Nur für die Fachrichtungen, die es dort nicht gibt, muss ich woanders hin. Dabei gibt es welche, die wir alle absolvieren müssen, etwa Pflege, Notfallambulanz, Anästhesie oder Sterilisation. Aber bei bestimmten Richtungen kann man wählen und muss darin jeweils fünf Wochen Praktikum nachweisen. Wir Schüler arbeiten im normalen Dienst von sieben bis halb vier. Später kommen dann manchmal Spätdienste oder Rufbereitschaften dazu.
Nach der Ausbildung würde ich gern erstmal in Parchim bleiben und Erfahrungen in meinem Beruf sammeln. Später wird man dann sehen. Jetzt für die Ausbildung war es auf jeden Fall erstmal günstig, hierzubleiben – ich kann zu Hause wohnen und muss nicht extra Miete bezahlen.