Markus Rahn

Bild zum Portrait von Markus Rahn

"Ich bin hier durchgestartet, weil das Land zu schön ist, um wegzugehen."


Autos oder Motorräder – Markus Rahn wusste schon immer, dass sein Beruf damit zu tun haben sollte. Ein Praktikum bestärkte ihn darin, und der Neubrandenburger bekam eine Lehrstelle als Zweiradmechatroniker in seiner Heimatstadt. Nach anderthalb Jahren wechselte er nach Neuendorf bei Rostock, aber blieb seiner Ausbildung treu.

Leider machte die Firma pleite, in der ich angefangen hatte. Das war schon stressig, mich schnell umzuorientieren, eine Wohnung zu finden, einen neuen Lebensabschnitt anzufangen. Aber mit meiner Bewerbung hier bei der Pratschko & Lorenz GmbH hatte ich sofort Glück, und natürlich wurde meine Lehrzeit in Neubrandenburg angerechnet.


Am Anfang habe ich meist Motorräder aufbereitet – beim Putzen lernt man sie am besten kennen. Inzwischen sind meine Aufgaben breit gefächert: Kunden betreuen, Teile bestellen, Inspektion der Maschinen, Reifen wechseln – alles, was dazugehört. Es wird nie langweilig. Ich kann natürlich noch nicht alles, aber es ist immer jemand da, den ich fragen kann oder der mir hilft. Wir sind zu dritt in der Werkstatt, dazu kommt noch der Chef. So ein kleiner Betrieb - das finde ich gut, man kennt sich persönlich. Manchmal entsteht Stress, wenn viele Kunden auf einmal kommen, dauernd das Telefon klingelt, man in kurzer Zeit vieles schaffen muss. Aber die Atmosphäre bleibt immer gut. Gerade im Frühjahr holen alle ihre Maschinen wieder raus, brauchen TÜV oder Einfahrkontrollen. Manche kaufen sich neue Motorräder oder Zubehör. Im Winter machen wir Umbauten, manchmal auch gleich die Jahreskontrollen.


In der Berufsschule sitze ich in der Klasse für Kfz-Mechatroniker, weil eine für meinen Beruf weit weg im Harz wäre. Jetzt kann ich hier in Rostock zur Schule gehen. Ich fahre selbst auch Motorrad und habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Und ich wollte auch nie weg aus MV – zum einen, weil ich bei Familie und Freunden bleiben wollte. Aber zum anderen auch, weil Mecklenburg-Vorpommern viel zu schön ist, um wegzugehen.