Paul Pollehne

Bild zum Portrait von Paul Pollehne

"Ich bin hier durchgestartet, weil weil ich hier meine Wurzeln habe."


Schon lange vor seinem Abi in Bad Doberan hatte Paul Pollehne sich entschieden, ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst zu arbeiten. Er entschied sich für eine Klinik der Universitätsmedizin Rostock – und beschloss in dieser Zeit, Gesundheits- und Krankenpfleger zu werden. Gerade hat er die dreijährige Ausbildung begonnen.

Ich wollte auf jeden Fall einen Beruf im sozialen Bereich finden, am liebsten im Gesundheitswesen. Natürlich könnte ich später auch studieren, aber ich möchte lieber mehr mit den Patienten, mit den Menschen zu tun haben. Dafür haben die Ärzte ja oft gar nicht so viel Zeit.  
In der Ausbildung wechseln sich Theorie und Praxis ab. Im Unterricht an der Berufsschule ist echt viel zu lernen, denn man hat ja bei der Arbeit eine relativ hohe Verantwortung. Aber insgesamt wird der praktische Teil überwiegen. Zuerst sind wir jetzt für ein halbes Jahr für eine bestimmte Station eingeteilt worden, um erstmal die Grundlagen der Pflege zu lernen. Später kommen wir dann in verschiedene Arbeitsbereiche, auf einzelne Stationen, aber auch in die Psychiatrie oder die ambulante Pflege.
Manchmal ist die Arbeit anstrengend, auch emotional. Aber das weiß man vorher, und wer das nicht möchte, würde sich diesen Beruf ja nicht aussuchen. Wir arbeiten den ganzen Tag mit kranken Menschen, die zum Teil herbe Schicksalsschläge einstecken mussten – darauf muss man sich einlassen. Aber wir helfen ja den Patienten mit dem, was wir tun. Manchmal haben sie sonst niemanden, dem sie sich anvertrauen können. Wenn ich mich zu ihnen hinsetze und der Ansprechpartner bin, dann ist es einfach schön zu wissen, dass sie sich geborgen fühlen und eine gewisse Sicherheit empfinden.
Der größte Teil meiner Kollegen sind nach wie vor Frauen, aber es gibt auch immer mehr Männer, die Pfleger werden. Das ist auch für viele Patienten angenehmer, wenn sie zum Beispiel als Mann von einem Mann gepflegt werden.
Weggehen aus der Gegend wollte ich nicht, weil ich Rostock, die Ostsee und die Landschaft schön finde. Und natürlich sind hier auch meine Familie und meine Freunde.